Jugendharmonie Neumünster
Jugendharmonie

Vollstationäre Gruppen

Wohngruppe Hansaring

Ein eigener Rückzugsort, Menschen an der Seite und ein Alltag, der Orientierung gibt: In der Wohngruppe Hansaring in Neumünster verbinden wir gemeinschaftliches Wohnen mit der Begleitung junger Menschen.

Mitten in der Stadt ankommen

Unser Haus liegt zentral in Neumünster. Das Stadtzentrum ist in etwa fünf Minuten erreichbar, der Bahnhof nur wenige Gehminuten entfernt. Eine Bushaltestelle befindet sich in direkter Nähe. So bleiben Wege im Alltag kurz – ob zur Schule, zu einem Termin oder zur Freizeitgestaltung.

Auch Ärzte, öffentliche Einrichtungen, Vereine und verschiedene Freizeitangebote liegen in der Umgebung. Die zentrale Lage bietet viele Möglichkeiten, das Leben außerhalb der Wohngruppe mitzugestalten und eigene Interessen zu verfolgen.

Platz für Gemeinschaft und Privatsphäre

Das Haus erstreckt sich über drei Etagen und bietet Raum für gemeinsames Leben ebenso wie für persönliche Rückzugsmöglichkeiten. Im Erdgeschoss liegen die Küche und ein großzügiger Gruppenraum. Hier ist Platz, um zusammenzukommen und den Alltag miteinander zu teilen. Hinter dem Haus befindet sich ein Garten, der über eine Außentreppe vom Balkon aus erreichbar ist.

Im Obergeschoss stehen sieben Einzelzimmer und zwei Duschbäder zur Verfügung. Im Dachgeschoss befinden sich vier Wohneinheiten mit jeweils eigenem Duschbad; eine davon ist zusätzlich mit einer kleinen Pantryküche ausgestattet. Die unterschiedlichen Räume ermöglichen Nähe zur Gemeinschaft und zugleich Zeit für sich.

Begleitung rund um die Uhr

Die Einrichtung ist auf eine Betreuung an jedem Tag des Jahres ausgelegt – tagsüber und nachts. Pädagogische Fachkräfte begleiten die jungen Menschen im Alltag. Unterstützung in der Gruppenbetreuung und im hauswirtschaftlichen Bereich ergänzt die Arbeit des Teams.

Zum Haus gehören auch ein Mitarbeiterbüro und ein Besprechungsraum. Damit gibt es neben den gemeinschaftlichen Wohnbereichen einen eigenen Rahmen für Gespräche und die Abstimmung der Begleitung.

Wohnen mit Perspektive

Das Konzept für die Wohngruppe Hansaring sieht zehn Plätze in der vollstationären Jugendhilfe vor. Ergänzend sind drei Plätze im betreuten Wohnen zur Verselbstständigung vorgesehen. Dabei handelt es sich um unterschiedliche Angebote innerhalb des Einrichtungskonzepts.

Gemeinsam mit den jungen Menschen richtet sich der Blick auf ihren weiteren Weg: Was gibt im Alltag Halt? Wo liegen persönliche Stärken? Und welche nächsten Schritte sind möglich? Mehr über unsere pädagogische Haltung erfahren Sie unter Haltung und Arbeitsansätze.

Für junge Menschen, die Halt brauchen

Die Wohngruppe richtet sich an Jugendliche, die vorübergehend oder für längere Zeit außerhalb ihrer Familie leben müssen. Familiäre Belastungen, persönliche Krisen oder Schwierigkeiten im schulischen und sozialen Alltag können Gründe dafür sein. Das Konzept sieht eine Begleitung ab 14 bis 18 Jahren vor, in Ausnahmefällen bis zum 21. Lebensjahr.

Auch unbegleitete minderjährige Geflüchtete finden im Angebot Berücksichtigung. Neben einer verlässlichen Unterbringung geht es darum, Orientierung zu gewinnen und gemeinsam mit dem zuständigen Jugendamt und dem Vormund eine tragfähige Perspektive zu entwickeln.

Eine vertraute Person an der Seite

Jedem jungen Menschen steht eine pädagogische Bezugsperson zur Seite. In Gesprächen und bei gemeinsamen Aktivitäten kann eine vertrauensvolle Beziehung wachsen. Die Bezugsperson begleitet auch schulische und gesundheitliche Anliegen und behält die persönlichen Ziele gemeinsam mit dem Jugendlichen im Blick.

Wir schauen auf das, was bereits gelingt, und auf die Fähigkeiten, die jemand mitbringt. Kleine Erfolge zählen dabei genauso wie große Entwicklungsschritte. Die Begleitung soll Mut machen, eigene Möglichkeiten zu entdecken und zunehmend selbst zu handeln.

Ein Alltag, der Orientierung gibt

Regelmäßige Mahlzeiten, Schule oder Ausbildung, gemeinsame Aufgaben und freie Zeit geben dem Tag einen überschaubaren Rhythmus. Termine werden miteinander abgestimmt. Beim Kochen, bei der Wäschepflege oder beim Ordnunghalten können die Jugendlichen alltagspraktische Fähigkeiten einüben und Verantwortung übernehmen.

Dazu gehören auch der Umgang mit Geld, das Organisieren persönlicher Unterlagen und das selbstständige Wahrnehmen von Terminen. Unterstützung wird dort gegeben, wo sie gebraucht wird. Gleichzeitig bleibt Raum für eigene Interessen, Freunde und Rückzug.

Sportliche, kreative und gemeinsame Freizeitaktivitäten bieten Gelegenheiten, Neues auszuprobieren. Die Jugendlichen bringen ihre Interessen in die Planung ein. Kontakte zu Vereinen und Jugendangeboten in der Umgebung unterstützen sie dabei, auch außerhalb der Wohngruppe Anschluss zu finden.

Schule und berufliche Perspektiven stärken

Wir begleiten die jungen Menschen bei schulischen Anforderungen, Hausaufgaben und Fragen zur Ausbildung. Die Zusammenarbeit mit Lehrkräften und Ausbildungsbetrieben hilft dabei, Schwierigkeiten früh zu besprechen und passende Unterstützung zu organisieren.

Wenn ein Schulbesuch vorübergehend nicht möglich ist, sieht das Konzept ein pädagogisch begleitetes Vormittagsangebot vor. Auch die berufliche Orientierung gehört zur Begleitung: Interessen kennenlernen, Möglichkeiten erkunden und die nächsten Schritte in Richtung Ausbildung oder Arbeit planen.

Mitbestimmen und gehört werden

Die Jugendlichen werden ihrem Alter und Entwicklungsstand entsprechend an Entscheidungen beteiligt, die sie betreffen – von der Gestaltung ihres Zimmers bis zu ihren persönlichen Zielen in der Hilfeplanung. In regelmäßigen Gruppengesprächen können sie Wünsche einbringen, Regeln mitbesprechen und Konflikte ansprechen.

Auch Kritik und Sorgen brauchen Platz. Neben Gesprächen mit vertrauten Mitarbeitenden gibt es interne und externe Beschwerdemöglichkeiten. Eine anonyme Kontaktaufnahme ist ebenfalls vorgesehen.

Gemeinsam den weiteren Weg planen

Wo es möglich und sinnvoll ist, arbeiten wir mit Eltern und wichtigen Bezugspersonen zusammen. Besuchskontakte werden gemeinsam abgestimmt. Eine vorbereitete Rückkehr in die Familie kann ein Ziel der Hilfe sein. Wenn dieser Weg nicht möglich ist, entwickeln wir andere Perspektiven – etwa den Übergang in eine weiterführende Hilfe oder in ein stärker selbstständiges Wohnen.

Aufnahmeanfragen werden über das zuständige Jugendamt abgestimmt. Bei einer regulären Aufnahme lernen sich die Beteiligten zunächst kennen und besprechen, ob das Angebot zur Situation des jungen Menschen passt. Ziele und Aufgaben werden gemeinsam in der Hilfeplanung festgehalten. Bei einer Inobhutnahme stehen zunächst Schutz, Versorgung und die Klärung der weiteren Unterstützung im Vordergrund.

Sie möchten mehr erfahren?

Für Fragen zur Wohngruppe Hansaring, zu den Angeboten oder zu einer möglichen Aufnahme sprechen Sie uns gerne an. Im persönlichen Austausch klären wir, welche Informationen Sie benötigen und welche Möglichkeiten aktuell bestehen.

Sie erreichen die Wohngruppe direkt per E-Mail: hansaring@jugendharmonie.de.

Kontakt zur Jugendharmonie