Jugendharmonie steht für „Einklang miteinander“. Wir begleiten junge Menschen, die in einer schwierigen Lebensphase Unterstützung und einen verlässlichen Lebensort brauchen. Dabei stehen ihre Persönlichkeit, ihre Stärken und ihre eigenen Perspektiven im Mittelpunkt.
Zwei Wohngruppen in Neumünster
Zur Jugendharmonie gehören die Wohngruppe Hansaring und die Wohngruppe Joachimstraße. Beide bieten einen Rahmen für junge Menschen, die vorübergehend oder längerfristig außerhalb ihrer Familie leben. Pädagogische Begleitung rund um die Uhr verbindet sich mit einem gemeinsamen Alltag und persönlichen Freiräumen.
Unsere Einrichtungen sind gut an das Leben in Neumünster angebunden. Schulen, Einkaufsmöglichkeiten, medizinische Versorgung und öffentliche Verkehrsmittel sind erreichbar. Vereine, Jugendangebote und Freizeitmöglichkeiten eröffnen zusätzliche Wege, Interessen zu verfolgen und Kontakte außerhalb der Wohngruppe aufzubauen.
Ein eigener Platz und Raum für Gemeinschaft
Die ehemaligen Wohnhäuser wurden für die Bedürfnisse der vollstationären Jugendhilfe umgestaltet. Persönliche Wohnbereiche bieten Privatsphäre und können gemeinsam mit den jungen Menschen individuell gestaltet werden. Küchen, Gemeinschaftsräume und Außenbereiche schaffen Raum für Begegnungen und gemeinsame Aktivitäten.
Die Ausstattung unterscheidet sich je nach Haus. Was beide verbindet: Junge Menschen sollen sich zurückziehen können und zugleich Gemeinschaft erleben. Mehr zu den Räumen und dem jeweiligen Angebot finden Sie unter Vollstationäre Gruppen.
Verlässliche Beziehungen als Grundlage
Jeder junge Mensch bringt eine eigene Geschichte mit. Wir begegnen ihm mit Respekt und schauen auf seine Fähigkeiten ebenso wie auf die Unterstützung, die er gerade benötigt. Eine feste pädagogische Bezugsperson begleitet die persönliche Entwicklung und bespricht mit ihm Ziele, Fragen und nächste Schritte.
Vertrauen wächst durch gemeinsame Erfahrungen und verlässliche Absprachen. Unsere Fachkräfte unterstützen im Alltag, bei schulischen Anforderungen und in belastenden Situationen. Fortbildungen, Teambesprechungen und Supervision helfen dabei, die pädagogische Arbeit zu reflektieren und weiterzuentwickeln.
Im Alltag für das eigene Leben lernen
Regelmäßige Mahlzeiten, Schule oder Ausbildung, Aufgaben im Haushalt und Freizeit geben dem Tag Orientierung. Beim Kochen, Einkaufen, Umgang mit Geld oder Planen eigener Termine können die jungen Menschen Verantwortung übernehmen und Selbstständigkeit erproben.
Die Begleitung richtet sich nach ihren Bedürfnissen und ihrem Entwicklungsstand. Kontakte zu Schulen und Ausbildungsbetrieben unterstützen den Bildungsweg. Sportliche und kreative Aktivitäten bieten Möglichkeiten, eigene Stärken zu entdecken und gemeinsam etwas zu erleben. Persönliche Interessen und Freiräume gehören dabei genauso zum Alltag wie verbindliche Absprachen.
Mitreden und ernst genommen werden
Die jungen Menschen gestalten ihr Leben in der Wohngruppe mit. In Gruppengesprächen bringen sie Wünsche und Ideen ein, sprechen über Regeln und suchen gemeinsam nach Lösungen. Auch an der Hilfeplanung und an Entscheidungen über ihre persönliche Entwicklung werden sie beteiligt.
Sorgen, Kritik und Beschwerden brauchen verlässliche Anlaufstellen. Dafür gibt es interne Ansprechpersonen und externe Beschwerdemöglichkeiten. Der Schutz der jungen Menschen, die Achtung ihrer Grenzen und ein respektvolles Miteinander sind Grundlagen unserer Arbeit.
Perspektiven gemeinsam entwickeln
Wir arbeiten mit den zuständigen Jugendämtern, Eltern, Sorgeberechtigten und anderen wichtigen Bezugspersonen zusammen. Wo es möglich ist, kann eine vorbereitete Rückkehr in die Familie ein Ziel sein. Andernfalls werden passende weiterführende Hilfen oder Schritte in ein selbstständigeres Leben geplant.
Unsere sonstige betreute Wohnform bietet jungen Menschen mit bereits vorhandener Selbstständigkeit einen weiteren Rahmen für diesen Übergang. Welches Angebot zur jeweiligen Situation passt, wird gemeinsam geklärt. Altersrahmen, Aufnahmebedingungen und Betreuung unterscheiden sich je nach Angebot.